TU Berlin verteilt kostenlose Jungpflanzen
Forschung zum Mitnehmen
Der TU-Wissensgarten, Teil des 80-jährigen Jubiläums der TU Berlin, präsentiert Forschung zu urbanen Ökosystemleistungen. Nutzpflanzen wie Tomaten, Erbsen, Lein, Rucola und auch Rosmarin veranschaulichen Themen wie Biodiversität, Klimawandel, freies Saatgut, nachhaltige Ernährung und Proteinwende.
Seit März wachsen die Jungpflanzen im Wissensgarten heran. Über 1800 Tomatenpflanzen, etwa 900 Erbsen- und Leinpflanzen werden verteilt. Jede Person kann – so lange der Vorrat reicht – eine Pflanze pro Art mitnehmen.
30. April 2026 von 12:00 bis 14:00 Uhr
Vorplatz des Hauptgebäudes der TU Berlin
Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin
Die Pflanzen sollen als Basis für Forschung, Kommunikation und als Multiplikatoren über die Uni hinaus fungieren. Dabei arbeiten die Fachgebiete Vegetationstechnik und Pflanzenverwendung, Lebensmitteltechnologie und -materialwissenschaften, Management bioaktiver Pflanzeninhaltsstoffe sowie Bildung für nachhaltige Ernährung und Lebensmittelwissenschaft interdisziplinär zusammen.
Jede Pflanze steht dabei Pate für ein anderes Themengebiet und zeigt, dass hier mehr als nur Gemüse wächst:
- Tomate (oder hier Tomate) steht für Open Source und geteiltes Wissen.
- Erbse als Beispiel für pflanzliche Eiweißquellen und die Proteinwende*.
- Rucola vertritt die Biodiversität.
- Lein untersucht Regionalität und Nachhaltigkeit von Nahrung.
- Rosmarin demonstriert die Klimaanpassung.
*Die Proteinwende, die den Konsum tierischer Lebensmittel reduziert, ist wichtig für eine nachhaltige Ernährung. Erbsenprotein, reich an Stärke und Eiweiß, spielt dabei eine zentrale Rolle, insbesondere in Fleischersatzprodukten.
Die Pflanzen sollen die Forschung in den Alltag und die Stadt bringen
Pflanzen erfüllen in städtischen Gebieten weitaus mehr Funktionen als lediglich dekorative Zwecke. Sie tragen zur Nahrungsmittelversorgung bei, mindern die Aufheizung von Straßen, speichern Wasser, filtern die Luft und schaffen Lebensräume für diverse Tierarten. Diese Leistungen werden von der Forschung als urbane Ökosystemleistungen bezeichnet und stellen einen wesentlichen Bestandteil für die Entwicklung lebenswerter und zukunftsfähiger Städte dar.
Dazu beitragen soll eben jene Verteilaktion, die die Forschung an die Menschen, in die Gärten, auf die Balkone, in die Hinterhöfe, also in die Stadt und an eben die Orte bringt, wo sie wirkt. Über das Jahr 2026 verteilt sollen weitere Veranstaltungen, Bildungs- und Mitmachangebote folgen.
Eine weitere Verteilaktion, zu der auch der Rosmarin seinen Auftritt haben soll, ist im Rahmen der langen Nacht der Wissenschaften – am 6. Juni 2024 – geplant.
Aus der Pressemitteilung vom 09.12.2025