Zum Tag des Ehrenamtes: Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft tun gut und sind gesund
Inhalt
Der Sachverhalt
Ehrenamt im Kleingartenverein ist kein reiner Selbstzweck, sondern wirkt direkt auf Körper und Wohlbefinden: Wer sich regelmäßig engagiert, fühlt sich im Schnitt so gesund wie Menschen, die fünf Jahre jünger sind. Bewegung an der frischen Luft, soziale Kontakte im Verein und sinnstiftende Aufgaben stärken das Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem und die psychische Widerstandskraft. Engagement im Grünen verbindet somit Stressabbau, Naturerleben und Gemeinschaftsgefühl auf einzigartige Weise.
Die Maßnahmen
Damit Ehrenamt gesund wirken kann, braucht es passende Aufgaben und ein gutes Maß: Regelmäßige, überschaubare Einsätze – etwa als Fachberaterin, Platzwart, Kassenprüfer oder Vorstandsmitglied – bringen Bewegung, geistige Anregung und Kontakte, ohne zu überfordern. Wichtig sind klare Rollen, Anerkennung im Verein und die Freiheit, „Nein“ sagen zu dürfen; dann wird aus Vereinsarbeit ein tragfähiger Gesundheitsfaktor statt einer zusätzlichen Belastung.
So gut kann Ehrenamt tun
Warum Ehrenamt gesund ist
Ehrenamtler schätzen ihre Gesundheit deutlich besser ein; der Vorteil entspricht statistisch in etwa dem Gefühl, fünf Jahre jünger zu sein. Studien zeigen, dass freiwilliges Engagement soziale Isolation verringert, die Stimmung hebt und depressive Symptome abschwächen kann.
Im Kleingartenverein kommt noch etwas Entscheidendes hinzu: Die Kombination aus Bewegung, Kontalt mit der Natur und die Gemeinschaft fördert Herz-Kreislauf-Gesundheit, Schlafqualität und Stressregulation. Gleichzeitig stärken neue Aufgaben das Selbstvertrauen – etwa wenn eine Gartenfreundin erstmals eine Veranstaltung organisiert oder ein Gartenfreund die Wassergruppe koordiniert.
Kleingarten, Natur und Psyche
Gärtnern gilt inzwischen als niedrigschwellige Gesundheitsressource: Regelmäßige Tätigkeiten im Garten verbessern Gehirnfunktionen, Aufmerksamkeit und die Hirndurchblutung. Naturerfahrungen – vom Vogelgezwitscher bis zur Pflege eines Beetes – senken nachweislich Stress und wirken ausgleichend auf das Nervensystem.
Ehrenamt im Kleingarten verstärkt diese Effekte, weil es Naturkontakt mit Sinn verbindet: Wer Beete für Kindergruppen vorbereitet oder eine Benjeshecke für mehr Artenvielfalt anlegt, erlebt unmittelbar, dass das eigene Tun Wirkung hat. Dieses Gefühl von Sinnhaftigkeit gilt in der Gesundheitsforschung als zentraler Schutzfaktor gegen Erschöpfung und innere Leere.
Bewegung, Kopftraining und Hormone
Viele Ehrenamtsaufgaben im Verein sind körperlich aktiv: Wege ausbessern, Gemeinschaftsflächen pflegen, Hochbeete für Ältere bauen – all das fördert Mobilität, Muskelkraft und Ausdauer, gerade im Alter. Regelmäßige Bewegung im Rahmen von Vereinsdiensten beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und unterstützt einen gesunden Blutdruck.
Gleichzeitig trainieren Planung, Organisation und Abstimmung im Vorstand oder in Arbeitsgruppen die geistige Leistungsfähigkeit. Untersuchungen zeigen, dass freiwilliges Engagement die kognitive Leistung stärkt und das Risiko eines geistigen Abbaus im Alter senken kann. Hinzu kommt ein hormoneller Effekt: Prosoziales Verhalten fördert die Ausschüttung von Oxytocin, das Stresshormonen entgegenwirkt, Entzündungen reduziert und das Immunsystem stabilisiert. Außerdem wirken Engagement, eine positive Einstellung und Freundlichkeit ansteckend und können so einen Effekt auf die gesamte (Kleingarten-)Gemeinschaft haben.
Grenzen und gute Rahmenbedingungen
Nicht jedes Ehrenamt macht automatisch glücklich – und schon gar nicht, wenn Menschen sich überlasten. Studien aus Deutschland und Großbritannien zeigen, dass sich Wohlbefinden nicht beliebig steigern lässt und Überforderung im Ehrenamt die positiven Effekte sogar ausbremsen kann.
Für Kleingartenvereine heißt das: Aufgaben sollten gut verteilt, zeitlich begrenzt und freiwillig bleiben. Transparente Kommunikation und Wertschätzung – zum Beispiel durch Dankeschönfeste, kleine Ehrungen oder sichtbare Anerkennung – stärken das soziale Klima und fördern die Bereitschaft, sich langfristig, im gesunden Rahmen zu engagieren. Wo Menschen ihre Rolle wählen, Unterstützung erhalten und Erfolge gemeinsam feiern, wird Ehrenamt zum stabilen, gesundheits- und gemeinschaftsfördernden Faktor.
Dein Platz im Ehrenamt
Ob Chronik pflegen, Beetpatenschaft übernehmen, Website betreuen oder Kinderführungen durch die Anlage anbieten: Im Kleingartenverein findet fast jede und jeder eine passende Aufgabe, die zu Kraft, Zeit und Interessen passt – und gleichzeitig Körper und Seele stärkt. Wer mitmacht, tut nicht nur dem Verein, sondern auch der eigenen Gesundheit etwas Gutes – also: Such dir „dein“ Ehrenamt im Garten, probier dich aus und wachse gemeinsam mit anderen Gartenfreundinnen und -freunden daran.
Also such‘ dir Mitstreiterinnen und Gleichgesinnte, sprich mit dem Vorstand über deine Ideen und fang einfach mal an und probiere dich aus.
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