Weltwassertag, am 22. März steht unter dem Motto „Where Water Flows, Equality Grows”
Was ist der Hintergrund des Weltwassertags
Jedes Jahr am 22. März ruft die UNO den Weltwassertag aus. Er wurde im Jahr 1993 auf der Agenda-21-Konferenz in Rio de Janeiro ins Leben gerufen. Das diesjährige Motto lautet „Water and Gender – Where Water Flows, Equality Grows”. Im Mittelpunkt steht eine simple, aber erschreckende Tatsache: Die globale Wasserkrise trifft alle – aber nicht gleich. Weltweit sind es vor allem Frauen und Mädchen, die täglich Wasser holen, die Versorgung ihrer Familien sicherstellen und dennoch in Entscheidungsprozessen rund um Wasserressourcen kaum eine Rolle spielen. 2,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Hierzulande spitzt der Klimawandel die Lage zu: Hitzesommer, sinkende Grundwasserspiegel und Starkregenereignisse wechseln sich ab. In Berlin beispielsweise werden seit 2018 die langjährigen Niederschlagsmittelwerte von 570 Litern pro Quadratmeter nicht mehr erreicht.
Der UN-Bericht zum Weltwassertag 2026 – „Water for all people: Equal rights and opportunities” – macht deutlich: Wasser ist eine Frage der Gerechtigkeit.
Was wir im Kleingarten im Umgang mit Wasser tun können.
Der Kleingarten ist kein unbeschriebenes Blatt, wenn es ums Wassersparen geht – im Gegenteil. Wer seinen Garten klimafit aufstellt, handelt nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich klug. Die wichtigsten Hebel:
- Regenwasser sammeln: Regentonnen (mind. 500 l pro Dachrinne) oder Zisternen auffüllen, Fallrohre anzapfen – jeder Tropfen, der nicht als Leitungswasser fließt, schont Grundwasser und Geldbeutel
- Mulchen, mulchen, mulchen: Eine Schicht Rasenschnitt, Häcksel oder Rindenmulch auf offenen Beetflächen reduziert die Verdunstung erheblich und hält den Boden feucht
- Richtig gießen: Morgens oder abends, direkt an Wurzel und Boden – nicht übers Blatt, nicht mittags
- Tröpfchenbewässerung einsetzen: Schlauchsysteme direkt am Wurzelbereich sparen bis zu 70% Wasser gegenüber Sprinklern
- Trockenresistente Pflanzen wählen: Lavendel, Thymian, Mädchenauge oder heimische, nicht hochgezüchtete (Zier-)Stauden kommen mit deutlich weniger Wasser aus
- Boden beschatten: Bäume und Sträucher senken Temperatur und Verdunstung auf der gesamten Parzelle
Sven Wachtmann, Berlins Landesgartenfachberater, bringt es auf den Punkt: „Im Garten sollte man die Bewässerung zielgerichtet einsetzen – und nur dort, wo es unbedingt notwendig ist.” Jeder Kleingarten, der Wasser spart, ist ein kleiner Beitrag zur großen Gleichung.
Weiterführende Links
- UN – World Water Day 2026 – offizielle Seite (Englisch)
- Weltwassertag – Hintergrund auf Deutsch
- UN-Water – Hintergrund & Materialien
- UN World Water Development Report 2026 – „Water for all people: Equal rights and opportunities”
- Bundesumweltministerium – Nationale Wasserstrategie
- BKD – Regenwasser sammeln
Aus der Pressemitteilung vom 09.12.2025