Lange Tage der (Stadt)Natur 2026 – Städte und Regionen zeigen ihre grünen Geheimnisse

Foto: Stiftung Naturschutz Berlin

Wann und wo wird der Lange Tag der (Stadt)Natur begangen?

Der Lange Tag der StadtNatur rollt 2026 als Staffel durch Deutschland. Den Anfang machten Bochum (NRW) und Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt) bereits Ende Mai: Bochum lud am 29./30. Mai zum 13. Mal ein, Halle (Saale) feierte vom 29.–31. Mai seinen 3. Langen Tag der StadtNatur mit rund 50 kostenfreien Exkursionen. Berlin folgte am 30./31. Mai mit über 500 Veranstaltungen an mehr als 150 Orten in allen zwölf Bezirken. Als ächtest wird der Staffelstab an Hamburg mitsamt Metropolregion – einschließlich Teilen Mecklenburg-Vorpommerns mit Veranstaltungen in Schwerinam 13./14. Juni 2026 übergeben. Auch München hat in diesem Jahr erstmals einen Langen Tag der StadtNatur veranstaltet.
 

Welche Bedeutung hat der Tag für uns Kleingärtnerinnen und Kleingärtner?

Kleingärten sind (meist) anerkannte Biotope mitten in der Stadt – und genau das macht sie zu idealen Teilnahmeorten. In Berlin füllen Gartenkolonien diese Rolle bereits aktiv aus: Berliner Gartenfreunde beteiligten sich mit offenen Gärten, BioBlitz-Exkursionen (Arten in der Anlage bestimmen und in ArtenFinder eintragen), Pflanzenbörsen, Wildbienenworkshops und politischen Gartengesprächen. Wer in Hamburg oder der Metropolregion eine Kleingartenanlage bewirtschaftet, kann sich noch bis zum 14. Juni einbringen – als Gastgeber einer Führung oder einfach als neugieriger Besucher. Und für alle anderen gilt: Die eigene Parzelle lässt sich jederzeit als Miniatur-Naturforscher-Station nutzen – Insektenhotel dokumentieren, Wildbienen zählen, heimische Pflanzen bestimmen. Apps wie Flora Incognita oder iNaturalist machen aus jedem Gartenbesuch einen kleinen Wissenschaftsbeitrag.

Der Hintergrund: Woher kommt der Lange Tag der StadtNatur?

Die Idee ist ein Berliner Kind: Seit 2007 organisiert die Stiftung Naturschutz Berlin einmal im Jahr den Langen Tag der StadtNatur – in Anlehnung an die Lange Nacht der Museen. Ein Wochenende lang sollten die oft übersehenen Naturschätze der Stadt sichtbar werden: Brachflächen, Hinterhöfe, Parkanlagen, Gewässerufer. Das Projekt wurde vom Berliner Senat und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert und verstand sich als konkreter Beitrag zu den UN-Biodiversitätszielen.[wikipedia +1]

Das Konzept schlug ein. Die Hamburger Loki Schmidt Stiftung übernahm das Format für die Hansestadt und die Metropolregion. Heute richten Städte wie Hamburg, Bochum, Halle, München, Kiel, Dessau-Roßlau, Erlangen, Augsburg, Görlitz, Dresden und Nürnberg eigene Lange Tage der StadtNatur aus. Das Ziel ist überall dasselbe: Menschen für die Artenvielfalt direkt vor ihrer Haustür begeistern, Berührungsängste mit Natur abbauen und Engagement für den Schutz urbaner Lebensräume wecken.[loki-schmidt-stiftung +2]

2026 steht Hamburg unter dem Motto „Alles fließt” – mit Fokus auf Gewässer, Moore und Wasserlebensräume; Berlin lud unter dem Motto „StadtNatur macht neugierig!” zum Staunen ein. Was 2007 als Berliner Experiment begann, ist heute Deutschlands lebendigste dezentrale Naturbewegung.

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