Rhabarbersirup – Frühsommer im Glas
Fotos: Tim Wendland
Inhalt
Tipps
Wer noch ein paar letzte Rhabarberstangen parat hat und sie nicht in einer einzigen Leckerexplosion zu einem Kuchen, einem Crumble oder einem Kompott verarbeiten und sofort aufessen möchte, dem empfehle ich, die Freude am Rhabarber zu verlängern und einen Sirup daraus zu kochen.
Diesen kann man nicht nur hervorragend mit Sprudelwasser aufgefüllt zu einer Limo mit Frühsommergeschmack verlängern. Er passt und schmeckt auch gut über Eis, Pudding und andere Desserts gegossen. Vielleicht schmecken einige Tropfen sogar zu Gerilltem und Gebratenem? Ich sage: einfach ausprobieren.
Zutaten
1 kg Rhabarberstangen
2 Zitronen
400 – 500 g Zucker
750 – 900 ml Wasser
2 Päckchen Vanillezucker (wahlweise 1 Vanilleschote)
1 kleine Scheibe Ingwer (optional)
Zubereitung
1
Den Rhabarber waschen, beide Enden entfernen und kleinschneiden.
Wenn ihr rote Stangen benutzt, bekommt der Sirup später diesen schönen pinken Farbton. Bei grünen Stangen bleibt der Sirup eher klar bis gelblich grün. Ich schäle die Stangen gar nicht, weil ich die rote Farbe haben möchte und am Ende eh alles rausgefiltert wird. Holzige Teile sind mir dann auch egal.
2
Die Rhabarberstücke mit dem Wasser, dem Zucker, dem Vanillezucker bzw. dem ausgekratzten Vanillemark mitsamt der Schote sowie dem Saft der ausgepressten Zitronen und der Ingwerscheibe in einen Topf geben, aufkochen und bei sanfter Hitze und offenem Deckel 15 bis 20 Minuten köcheln.
3
Die Kompottmasse in ein Sieb oder ein feines Tuch geben, gut abtropfen lassen und die Flüssigkeit auffangen.
4
Die Flüssigkeit erneut aufkochen und probieren und gegebenenfalls nachsüßen. Für eine dickere Konsistenz kann die Flüssigkeit auch noch einmal 10 Minuten köcheln.
5
Den fertigen Sirup mithilfe eines ausgekochten Trichters in ausgekochte/sterilisierte Flaschen abfüllen. So hält er kühl und dunkel gelagert bis zu einem Jahr.
Tipps
- Wenn ihr rote Stangen benutzt, bekommt der Sirup später diesen schönen pinken Farbton. Bei grünen Stangen bleibt der Sirup eher klar bis gelblich grün. Ich schäle die Stangen gar nicht, weil ich die rote Farbe haben möchte und am Ende eh alles rausgefiltert wird. Holzige Teile sind mir dann auch egal.
- In manchen Rezepten wird der Rhabarber erst nur in Wasser ausgekocht und dann mit dem Zucker versetzt. Ich gebe den Zucker und die übrigen Zutaten gleich mit rein. Dann kann alles schon etwas mehr eindicken.
- Die Scheibe Ingwer bringt – weil sie doch im Verhältnis sehr klein ist – keinen dominanten Ingwergeschmack mit, gibt dem ganzen aber – vielleicht auch nur eingebildet – eine gewisse Abrundung. Uns hat es so jedenfalls immer geschmeckt.
- Denkt immer an Hygiene in der Küche und kocht die Flaschen, Behälter und Werkzeuge immer gut ab. Dann halten die Köstlichkeiten einfach länger.
- Wir haben den Trester, also den abgetropften Kompott noch mit Vanillesoße als Nachtisch gegessen. Da er schon mit Zucker gekocht war, schmeckte er nicht sauer und fade, sondern ziemlich lecker.
- Mit einem hübschen (selbstgemachten) Etikett wird natürlich auch ein schönes Mitbringsel daraus.